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804
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Erste urkundliche Erwähnung im Lorscher Codex: Wigbalt und Reckio schenken dem Kloster Güter in „Gozbodesheim“.
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868
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König Ludwig der Deutsche überlässt dem Kloster Güter in Gozbotesheim“. Weitere Schreibweisen: Gochbotesheim (1219), Gochtzheym (1482), Gochtzen (1538). Der Name ist als „Heim des Gozbod“ zu deuten.
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12. Jhd.:
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Der Ort kommt als Erbe der Kraichgaugrafen an die Grafen von Eberstein.
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1219
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Bei der Teilung der Grafschaft fällt Gochsheim an Otto von Eberstein.
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Um 1250
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Verleihung der Stadtrechte unter Otto von Eberstein. Das frühere Dorf wurde zugunsten der befestigten Stadt aufgegeben.„Im alten Dorf“ stand auch die alte St. Martinskirche, die 1787 als „tausendjährige Bahnbrücker Kirche“ bezeichnet wurde. Sie wurde 1812 abgerissen.
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1309
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Schultheiß Hartmundus, wenig später auch Gericht und Stadtschreiber erwähnt.
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1312
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Erwähnung der Stadtkapelle am Standort der späteren St. Martinskirche.
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1314
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Die Stadt kommt vorübergehend in den Besitz des Grafen Otto von Zweibrücken.
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1339
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Der „Schwarze Tod“ wütet in Gochsheim.
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1358
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Pfalzgraf Ruprecht I. kauft Gochsheim vom Grafen Wilhelm von Eberstein für 2000 Gulden und überträgt die Stadt dem Grafen Wilhelm wieder als Lehen.
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1427
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Erstmals Juden in der Stadt erwähnt.
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1504
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Im Bayerischen Erbfolgekrieg fällt Gochsheim an Württemberg. Die Grafen von Eberstein werden weiterhin mit der Stadt belehnt.
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1508
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Ein Scharfrichter wird erstmals erwähnt. 1615 wird das heutige Scharfrichterhaus gebaut.
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1521
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Beschwerden der Gemeinde über zu hohe Fronlasten. Neben dem täglichen Frondienst für den Bau des Schlosses wurden von der Herrschaft noch weitere Arbeiten gefordert, worunter die Feldarbeit litt.
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Mai 1525
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Der Pfarrer Anton Eisenhut ruft die Bauern des Kraichgaus auf, sich bei Gochsheim zu versammeln und dem „Kraichgauer Haufen“ beizutreten. Die Aufständischen eroberten zahlreiche Burgen und Dörfer des Kraichgaus.
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1547
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Johann Riblinger ist erster Schulmeister an der Deutschen Schule.
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1556
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Einführung der Reformation durch Wilhelm IV. von Eberstein.
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1580
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Gochsheim zählt 1250 Einwohner.
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1617
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Bau der St. Martinskirche.
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1634-38
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Hungersnot und Seuchen als Folge des Dreißigjährigen Krieges. Viele Bewohner der umliegenden Dörfer flüchten nach Gochsheim. 1640 zählt die Stadt noch 120 Einwohner.
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1660
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Graf Casimir von Eberstein stirbt 20-jährig ohne männliche Nachkommen. Alle Lehen werden eingezogen. Gräfin Maria Eleonora erhält Gochsheim als Witwensitz.
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1662
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Die Synagoge wird erstmals erwähnt. Gochsheim war einer der wenigen württembergischen Orte, in denen Juden geduldet wurden.
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1679
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Albertine Sophie Esther von Eberstein, einzige Tochter Graf Casimirs, heiratet Herzog Friedrich August von Württemberg-Neuenstadt.
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1689
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Im Orleanschen Erbfolgekrieg wird die Stadt fast vollständig zerstört.
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1699
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Ansiedlung von Hugenotten in der „Augusti – Stadt“ vor den Toren Gochsheims.
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1701-04
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Wiederaufbau der St. Martinskirche.
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1716
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Herzog Friedrich August stirbt und wird in der Kirche beigesetzt.
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1728
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Herzogin Albertine Sophie Esther wird nach ihrem Tod ebenfalls in der Kirche beigesetzt. Da männliche Nachkommen fehlten, fiel das Lehen an Württemberg zurück.
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Aug. 1739
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Ein Großbrand, ausgelöst durch eine brennende Pfanne, vernichtet Kirche, Pfarrhaus, Schule und zahlreiche Häuser.
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1742
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Die wieder erbaute St. Martinskirche wird eingeweiht.
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1773
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Bau des heutigen Rathauses.
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1806
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Gochsheim fällt an Baden.
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1813
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Das badische Oberamt Gochsheim wird aufgelöst. Der Ort kommt zum Amt Bretten.
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1828/29
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Das Hintere Schloss wird abgerissen, das vordere, heutige Schloss wird als Schule genutzt.
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1848/49
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Die Badische Revolution findet zahlreiche Anhänger. Eine Hundertschaft nimmt an der Schlacht von Waghäusel teil. Starke Auswanderungsbewegung im Anschluss.
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1896
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Anschluss an die Nebenbahnstrecke Bruchsal – Menzingen.
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1898
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Errichtung der Ziegelei Jung.
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1904
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Bau des Schulhauses und Errichtung der Hauswasserversorgung.
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1905
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Umbau des Schlosses.
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1914-1918
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Erster Weltkrieg: 60 Gefallene aus Gochsheim.
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1920/21
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Einführung der allgemeinen Stromversorgung.
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1939-45
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Der Zweite Weltkrieg kostet Gochsheim 109 Gefallene.
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1946
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Etwa 300 Heimatvertriebene kommen nach Gochsheim.
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1966
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Die Schüler ab Klasse 5 besuchen die Mittelpunktschule in Münzesheim, die Grundschule bleibt am Ort.
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1971
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Die Stadt Kraichtal wird aus neun Orten gebildet. Gochsheim und Unteröwisheim bringen die Stadtrechte mit ein.
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1980
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Der Ausbau der Hauptstraße und das ab 1982 laufende Dorfentwicklungsprogramm bringen erhebliche Veränderungen im Ortsbild und den Abbruch vieler alter Häuser.
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1989
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Gründung des Heimat- und Museumsvereins Kraichtal, der u.a. für die Betreuung der Gochsheimer Museen zuständig ist.
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2004
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Die Gochsheimer Ortsvereine feiern das 1200jährige Bestehen der Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen und geben einen Jubiläumsband heraus.
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(Quelle: Heimat- und Museumsverein Kraichtal, Stadtführer Gochsheim)
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